Anlässlich des „Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, der seit 1996 an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945 erinnert, laden Prof. Dr. Beate Reifenscheid und Pfarrer Johannes Stein zu einem Kunstgespräch in der aktuellen Ausstellung „Boris Lurie & Wolf Vostell – Art After the Shoah“ des Ludwig Museums ein. Gegenstand des Gesprächs zwischen Museumsdirektorin Prof. Dr. Beate Reifenscheid und Pfarrer Johannes Stein ist das Werk Wolf Vostells „Hebräische Suite für sieben Violinen“ (1997). Diese Assemblage, die eine Menora (siebenarmiger Leuchter) aus Hirtenstäben mit Tellern und Geigen vereinigt, dient als Ausgangspunkt um über das jüdische Volk, seine lebendigen Traditionen und seine Geschichte der Verfolgung zu sprechen. Vostells Arbeit bietet vielschichtige Deutungsansätze.
Der Jugendkammerchor Koblenz, unter der Leitung von Regionalkantorin Juliane Kathary, tritt an diesem Abend zum zweiten Mal im Ludwig Museum auf: Sie singen u.a. die „Inscription of Hope“, einen Text, dessen Ursprung auf das Gedicht eines Opfers der Shoah zurückgeht, sowie andere Lieder des jüdischen Volkes, die von Hoffnung und Neuanfang sprechen. Zum Plakat geht es hier.

TonART. Hebräische Suite – am Sonntag, den 29. Januar 2023, 15 Uhr